SupportFlowAI / Tipps & Tricks
Für den täglichen Einsatz

Mehr aus SupportFlowAI herausholen

Kleine Einstellungen mit großer Wirkung — von der richtigen Konfidenz-Schwelle bis zur sauberen Wissensbasis.

Import

Immer INBOX und Gesendet auswählen

Im Ordner-Browser unter /Admin/MailAccounts/Manage werden die Ordner live aus dem Postfach geladen. Für ein brauchbares Trainingskorpus müssen sowohl der Posteingang als auch der Gesendet-Ordner ausgewählt werden — QaPairs entstehen erst aus der Thread-Zuordnung zwischen eingehender Frage und tatsächlich versendeter Antwort.

⚠️

Häufiger Stolperstein: Wird nur der Posteingang ausgewählt, bleibt die Wissensbasis leer, da keine passenden Antworten zugeordnet werden können.

Bereinigung

Muster vor dem Test-Import pflegen

Signatur- und Werbe-Footer-Muster unter /Admin/CleaningPatterns sollten vor dem ersten Test-Import ergänzt werden — sie wirken sich auf alle beim Import erzeugten QaPairs aus. Ein nachträglich ergänztes Muster gilt nur für künftige Importe, nicht rückwirkend.

💡

Zwei Lösch-Scopes nutzen: Beim erneuten Testen lässt sich wählen, ob nur die abgeleiteten QaPairs gelöscht werden (Rohnachrichten bleiben) oder wirklich alles inklusive Rohnachrichten — praktisch, um Bereinigungsmuster schnell mehrfach zu testen, ohne jedes Mal neu zu importieren.

Konfidenz

Schwellwerte bewusst konservativ ansetzen

Die Schwellwerte in data/retrieval-settings.json (Standard: Hoch ≥ 0,85, Mittel ≥ 0,60) bestimmen, wie oft automatisch geantwortet wird und wie oft ein Entwurf in die Review-Queue geht. Gerade zu Beginn lohnt es sich, die Schwelle für Vollautomatik eher höher als niedriger anzusetzen und erst nach einigen Wochen beobachteter Trefferqualität zu senken.

Kuration

Regelmäßig durch die Korpuslücken gehen

Unter /Admin/Curation zeigt SupportFlowAI Duplikat-Kandidaten ab 97 % Ähnlichkeit, veraltete Einträge und wiederkehrende Anfragen mit schwacher Konfidenz. Gerade Letzteres lohnt sich regelmäßig zu prüfen — es zeigt genau die Themen, zu denen im Archiv noch zu wenige gute Antworten vorhanden sind.

Rollen

Vollautomatik bewusst eng halten

Nur die Rolle SystemAdministrator kann Vollautomatik aktivieren, und das auch nur mit Zwei-Stufen-Bestätigung (Checkbox + erneute Passworteingabe). Für den Tagesbetrieb reicht in den meisten Teams die Rolle AccountManager (Konten/Kuration) bzw. Reviewer (nur Review-Queue) — so bleibt die Zahl der Accounts, die Vollautomatik umschalten können, bewusst klein.

💡

Auditor für Stichproben: Die rein lesende, PII-maskierte Auditor-Rolle eignet sich gut für gelegentliche Qualitätsstichproben, ohne versehentlich Kundendaten im Klartext einzusehen.

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